Im Zusammenhang mit der Reform kursieren einige Missverständnisse, die für Verunsicherung sorgen. Die wichtigsten Irrtümer im Überblick:
- „Mein Riester-Vertrag wird automatisch gekündigt." Falsch. Bestehende Verträge laufen ohne aktives Zutun unverändert weiter – ein gesetzlicher Bestandsschutz sichert dies ab.
- „Ich verliere meine bisherigen Zulagen." Falsch. Bereits erhaltene Zulagen bleiben in jedem Fall erhalten, solange keine förderschädliche Kündigung erfolgt.
- „Ich muss mich jetzt sofort für das Altersvorsorgedepot entscheiden." Falsch. Der Wechsel ist freiwillig und zeitlich nicht befristet, sodass ausreichend Zeit für einen Vergleich bleibt.
- „Riester-Bestandskunden können ab 2027 keine Beiträge mehr einzahlen." Falsch. Laufende Verträge können regulär weiterbespart werden, nur Neuabschlüsse sind ab 2027 nicht mehr möglich.
- „Ein Wechsel bedeutet automatisch mehr Risiko." Nicht zwingend. Auch im neuen System stehen weiterhin Garantieprodukte mit vollem oder teilweisem Beitragserhalt zur Verfügung.
Diese Klarstellungen zeigen, dass viele Sorgen unbegründet sind. Wer sich als Riester-Bestandskunde ausreichend informiert, kann die Reform gelassen einordnen und muss keine überstürzten Entscheidungen treffen.