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Welche Nebenkosten werden beim Immobilienkauf oft unterschätzt?

16.02.2026 • Lesedauer 5 Minuten • Letzte Aktualisierung 16.02.2026 • Autor: Sparda-Bank Berlin Online Redaktion

Sie möchten sich den Traum einer eigenen Immobilie verwirklichen und fragen sich nun, welche Nebenkosten da auf Sie zukommen können? Leider ist bei einem Immobilienkauf der Preis für den Kauf nur ein Teil der Kosten. Denn es gibt beim Kauf einer Immobilie auch weitere Kosten, die von vielen Käufern oft unterschätzt werden.

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Welche Nebenkosten werden beim Immobilienkauf oft unterschätzt?

Auf einen Blick: Nebenkosten beim Immobilienkauf
    1. Es gibt obligatorische und flexible Kaufnebenkosten.
    2. Die wichtigsten Kaufnebenkosten umfassen die Grunderwerbssteuer sowie die Kosten für den Notar und den Grundbucheintrag.
    3. Weitere Kaufnebenkosten wie die Kosten für Modernisierungs- und Sanierungsmaßnahmen sowie die Kosten für die Finanzierung werden dabei häufig unterschätzt.

Nebenkosten beim Immobilienkauf

Beim Immobilienkauf fallen neben dem Preis, auch weitere Kaufnebenkosten an. Dabei handelt es sich um Kosten in Höhe von circa 10 bis 15 Prozent des Kaufpreises. Je nach Region können sich diese Kosten für den Hauskauf sogar noch einmal unterscheiden. Damit Sie am Ende nicht von bösen Zusatzkosten überrascht werden, mit denen Sie anfänglich nicht gerechnet haben, ist es wichtig, sich vor einer Finanzierung über alle Nebenkosten im Klaren zu sein. Die folgende Checkliste gibt einen Überblick, mit welchen Kosten Sie bei einem Immobilienkauf in der Regel auf jeden Fall rechnen müssen. Hierbei werden obligatorische Kosten und flexible Kosten unterschieden.

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Diese Nebenkosten beim Immobilienkauf müssen Sie berücksichtigen

Die obligatorischen Kosten, die dabei anfallen, sind:

  • Grunderwerbsteuer
  • Grundbuchkosten
  • Notarkosten

 

Flexible Kosten, die anfallen können:

  • Provision für einen Makler oder eine Maklerin
  • Kosten für Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen (auch bereits beschlossene Maßnahmen, beispielsweise durch eine Eigentümergemeinschaft)
  • Umzugskosten
  • Kosten für den Versicherungsschutz der Immobilie
  • Nebenkosten der Finanzierung
  • Kosten für ein Gutachten oder einen Sachverständigen
  • Kosten für Renovierungsmaßnahmen

Welche Nebenkosten werden beim Immobilienkauf oft unterschätzt?

Zu den Kosten, die bei einem Immobilienkauf, wie einem Hauskauf, häufig unterschätzt werden, zählen Kosten, mit denen man nicht sofort rechnet. Was Sie beim Kaufpreis unbedingt berücksichtigen sollten, sind zum Beispiel Sanierungs- und Modernisierungskosten, aber auch Renovierungskosten werden häufig unterschätzt. Solche Kaufnebenkosten fallen besonders bei Bestandsgebäuden ins Gewicht. Zu typischen Sanierungs- beziehungsweise Modernisierungsmaßnahmen zählen unter anderem der Fenster- und Türenaustausch. Sind diese Gebäudegegenstände veraltet, ist ein Austausch meist unumgänglich. Aber auch klassische Renovierungskosten wie ein neues Bad, werden bei einem Hauskauf oft nicht berücksichtigt.

Beispiel-Rechnung für die Kaufnebenkosten bei einem Immobilienkauf

Die folgende Beispiel-Rechnung zeigt, wie sich der Preis für den Kauf erhöht, sobald die Kaufnebenkosten berücksichtigt werden. Wir gehen in diesem fiktiven Beispiel davon aus, dass der Preis für Ihre hypothetische Immobilie in Brandenburg bei 500.000 Euro liegt. Die Grunderwerbsteuer beträgt dort aktuell 6,5 Prozent. Zudem sind noch die Kosten für den Grundbucheintrag und den Notar zu zahlen. Diese Kosten sind gesetzlich geregelt. Hier können Sie von circa 1,5 Prozent des Kaufpreises ausgehen:

  • Kaufpreis 500.000,00 Euro
  • Grunderwerbsteuer 32.500,00 Euro
  • Grundbuch- und Notarkosten 7.500,00 Euro
  • Gesamtkosten 540.000,00 Euro

    Selbst wenn auf Sie lediglich die obligatorischen Kaufnebenkosten zukommen, müssen Sie mit einer größeren zusätzlichen Summe rechnen. Der ursprüngliche Immobilienpreis von 500.000 Euro erhöht sich dann um circa 40.000,00 Euro. Die Kaufnebenkosten liegen somit in diesem Beispiel bei circa 8 Prozent.

    Die Provision für einen Makler kann zwischen 2 und 7 Prozent liegen. In unserem hypothetischen Beispiel für Ihre Immobilie in Brandenburg lägen dann die Kaufnebenkosten bei insgesamt 57.500 Euro, wenn man von einer Maklerprovision in Höhe von 17.500 Euro ausgeht (entspricht 3,5 Prozent des Kaufpreises).

    In diesem Fall liegen die Kaufnebenkosten insgesamt bei 11,4 Prozent. Sie können als grobe Faustregel je nach Bundesland von zusätzlichen Kosten von 10 bis 20 Prozent ausgehen.

Deshalb spielen Nebenkosten auch bei einer Baufinanzierung eine wichtige Rolle

Wie Sie erfahren haben, gibt es eine Reihe von offensichtlichen, aber auch versteckten Kaufnebenkosten, die bei einem Immobilienkauf auf Sie zukommen können. Diese spielen auch bei einer Baufinanzierung eine wichtige Rolle, da sie in der Regel einen erheblichen Anteil an den Gesamtkosten haben, aber meist nicht in die Berechnung des Beleihungswertes miteinfließen. Kaufnebenkosten steigern nicht den Wert Ihrer zukünftigen Immobilien und sichern somit nicht das Baudarlehen ab. Für die Kaufnebenkosten benötigen Sie meist ausreichend Eigenkapital. Gerne stehen Ihnen für diese Fragen unsere Finanzierungsberater der Sparda-Bank Berlin für weitere Auskünfte gerne zur Verfügung.

 

Finanzierung Ihrer Immobilie mit der Sparda-Bank Berlin

Wir von der Sparda-Bank Berlin setzen an vielen Standorten auf regionale Präsenz. Ihr persönlicher Ansprechpartner vor Ort berät Sie ausführlich über unsere Angebote zur Anschlussfinanzierung sowie zur Baufinanzierung.

Häufig gestellte Fragen (FAQ) zu: Welche Nebenkosten werden beim Immobilienkauf oft unterschätzt?

Welche Kaufnebenkosten sind die wichtigsten?
  • Zu den wichtigsten Kosten, die neben dem Kaufpreis bei einem Immobilienkauf entstehen, zählen die Grundbuch- und Notarkosten und die Grunderwerbsteuer. Dazu können sich eine Vielzahl weiterer Kosten reihen, wie Maklerprovisionen, Modernisierungs-, Sanierungs- und Renovierungskosten sowie die Kosten für den Umzug.

Welche Kaufnebenkosten werden häufig von Käufern unterschätzt?
  • Käufer unterschätzen oftmals die Kosten, mit denen Sie nicht von vornherein gerechnet haben. Dabei handelt es sich meist um die Renovierungs-, Sanierungs- und Modernisierungskosten. Aber auch die Finanzierungsnebenkosten, wie die Zinsen für einen Kredit, oder bestimmte Versicherungen für die gekaufte Immobilie, sollten Sie vor dem Hauskauf berücksichtigen.

Fallen neben dem Kaufpreis immer dieselben zusätzlichen Kosten an?
  • Die Kaufnebenkosten können variieren. Diese sind von vielen Faktoren abhängig. So muss zum Beispiel nicht jeder Käufer eine Maklerprovision zahlen, wenn in den Häuserkauf gar kein Makler involviert war. Obligatorische Kosten, die jeder zahlen muss, sind neben dem Kaufpreis die Notar- und Grundbuchkosten sowie die Grunderwerbsteuer.

Was sollte ich vor dem Kauf einer Immobilie in einer Eigentümergesellschaft beachten?
  • Wenn Sie beispielsweise vorhaben, eine Wohnung in einer Eigentümergesellschaft zu erwerben, ist es wichtig, sich vorab über anstehende oder bereits beschlossene Renovierungs-, Sanierungs- oder Modernisierungsmaßnahmen zu informieren. Dies ist wichtig, damit Sie nach dem Kauf nicht von zusätzlichen Kosten überrascht werden. Hierbei können die Protokolle der letzten Eigentümerversammlung hilfreiche Hinweise geben.

Welche Kosten dürfen Sie bei Bestandsimmobilien nicht außer Acht lassen?
  • Besonders bei Bestandsimmobilien, also beispielsweise einer Wohnung oder einem Haus, welches schon älter ist, können bauliche Veränderungen notwendig sein. Steht eine Sanierung des Dachs oder der Austausch von Fenstern an, kommen auf Sie neben den obligatorischen Kaufnebenkosten weitere Kosten für die Renovierung und Sanierung zu.

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