Negativzinsen

Ein Appell der Sparda-Banken an die Politik

Umfangreiche Pressekampagne der Sparda-Banken startet mit Leitartikel in Welt am Samstag.

Negativzinsen können und dürfen kein Dauerzustand sein. Die Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB) wirkt sich verheerend auf die kleinen Sparer aus. Das muss gestoppt werden. Vor allem Menschen mit geringen Einkünften werden doppelt bestraft. Auf ihr versteuertes Einkommen bekommen sie kaum mehr Zinsen und haben keine Chance, ihr schwer verdientes Eigentum zu vermehren. Stattdessen verliert es durch die aktuelle Zinspolitik der EZB weiter an Wert. Das muss gestoppt werden. Die Politik muss dringend handeln und die EZB an ihre Kernaufgabe - für die Stabilität des Geldwertes zu sorgen - erinnert werden, fordern Frank Kohler, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Berlin, und Dr. Paul Kirchhof, ehemaliger Verfassungsrichter, in diesem Interview.

Weiterführende Informationen gibt es in der Welt am Samstag vom 3.Juli und in der Berliner Zeitung vom 3. Juli.

Interview:


Pressemeldung vom 5. Juli 2021 - Verband der Sparda-Banken

EZB muss verfassungswidrige Negativzinspolitik beenden.

Buchvorstellung Geld im Sog der Negativzinsen Paul Kirchhof und Frank Kohler

Die Negativzinspolitik der EZB verletzt die verfassungsrechtlich garantierten Eigentumsrechte der Sparer, daher sind Banken wirtschaftlich gezwungen, Negativzinsen an ihre Kunden weiterzureichen. Die Politik und Zentralbanken sind aufgefordert, eine Zinswende einzuleiten und die Negativzinspolitik endlich zu beenden. Der Sparer verliert den Zins als Ertragsquelle und der Negativzins nimmt ihm zusätzlich Eigentumssubstanz, wie Professor Paul Kirchhof in seinem neuen Werk "Geld im Sog der Negativzinsen" eindrucksvoll darlegt.

mehr

Banken werden faktisch durch die EZB gezwungen, Negativzinsen an die Kunden durchzureichen. Der Ansatz der EZB ist weder rechtmäßig noch auf Dauer ökonomisch sinnvoll. Deshalb braucht es zum Wohl der Sparer zwingend eine Umkehr in der Zinspolitik. Hierfür setzt sich die Sparda-Bank Berlin gemeinsam mit allen andern Sparda-Banken ein.

 

Video zur Pressekonferenz der Sparda-Banken vom 5. Juli 2021:

Negativzinsen ruinieren das Finanzsystem und sind gesellschaftspolitisches Gift.

"Negativzinsen ruinieren das Finanzsystem und sind gesellschaftspolitisches Gift", betont Frank Kohler, Vorstandsvorsitzender der Sparda-Bank Berlin, seit vielen Jahren. Konkret seit 2014 als die Europäische Zentralbank (EZB) mit der Einführung von Negativzinsen von ihrer Kernaufgabe - für die Stabilität des Geldwertes zu sorgen - abgewichen ist. Warum Banken und Sparer gleichermaßen darunter leiden, was das für die Zukunft bedeutet und warum die Politik dringend handeln sollte, löst dieses Video verständlich und nachvollziehbar auf.